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  • nicolefoeger

Jaja, macht euch nur klein - das nützt aber gar nichts, denn: Wir sind alle große Seelen!




Vor gut einem Jahr war ich in einem Seminar und sollte sagen, wozu ich hier bin. Mein Verstand war damit beschäftigt, kurz und prägnant zu formulieren, was ich denn hier noch lernen möchte. Die Trainerin hat mich kurz angesehen und meinte: "Dein Thema ist in Wirklichkeit, deine Größe anzuerkennen". Für einen Moment lang blieb mir die Luft weg. Hat sie jetzt wirklich mich gemeint? Die kennt mich doch gar nicht .... das hat bestimmt noch nie jemand zu mir gesagt.


Wieso machen wir uns immer klein?


Tatsächlich machen wir uns oft klein, um nicht anzuecken, um nicht die Aufmerksamkeit anderer auf uns zu lenken, damit andere nicht denken, wir wären besonders klug oder damit ganz andere im Scheinwerferlicht stehen können.


Und übrigens: Vor allem wir Frauen haben hier ein besonderes "Talent", uns nicht in unserer wahren Größe zu zeigen.


Manche Menschen versuchen sich sogar physisch kleiner zu machen, möglichst nicht aufrecht zu gehen oder zu stehen, um kleiner zu wirken. Und das alles sind Menschen, die gut aussehen, intelligent und sehr empathisch sind.


Macht uns das glücklicher? Natürlich nicht. Glauben wir, dass unser Verhalten andere glücklicher macht? Um ehrlich zu sein, das glaube ich auch nicht, denn eigentlich haben wir schlechtes Gewissen - uns selbst aber auch oft den anderen gegenüber.


Wir sind alle große Seelen!


Ja, das sind wir, mit all unseren Stärken und Schwächen, genau so wie wir sind! Jeder von uns hat besondere Talente und Gaben und die haben wir nicht umsonst bekommen, wir sollen sie auch nutzen. Das ist nicht egoistisch, im Gegenteil, wenn wir unsere Talente leben, profitiert unser Umfeld und letztendlich auch unsere Gesellschaft.


Ich bin selbst auch oft überrascht, wie viele meiner KlientInnen völlig ahnungslos sind, welch große Seelen sie sind. Sie sind so oft damit beschäftigt, im Job, in der Familie, im Freundeskreis zu funktionieren und sehen nicht, was sie bewirken (und bewirken können) und wie wichtig sie in dieser Welt sind. Keiner von uns ist einfach nur so hier.


Als die, die wir eben sind...


Unsere Aufgabe ist nicht nur, unsere großen Gaben selbst zu leben, sondern auch, wann immer wir es bei anderen wahrnehmen, sie genauso darauf hinzuweisen, was ihre Stärken sind. Dazu brauchen wir nicht alle Coach zu sein, nein, wir haben genug Gelegenheiten: als Eltern, als Vorgesetzte, als MitarbeiterInnen, als KundInnen, als Freunde, als die, die wir eben sind.



"Zu oft unterschätzen wir die Macht einer Berührung,

eines Lächelns,

eines freundlichen Wortes,

eines offenen Ohrs,

eines ehrlichen Kompliments

oder des kleinsten Aktes der Zuwendung,

die alle das Potenzial haben,

ein Leben zu verändern.“

(Leo Buscaglia)


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